Überblick
Agroforstwirtschaft kombiniert Bäume und Sträucher mit Ackerkulturen oder Viehhaltung auf derselben Fläche. Dieser Ansatz geht mit einer geringeren Bodenerosion, einem höheren Gehalt an organischer Substanz, einer verbesserten Wasserverfügbarkeit, erweiterten Lebensräumen für die Artenvielfalt sowie der Speicherung von Kohlenstoff in Bäumen und im Boden einher. Das Interesse hat in den letzten Jahren in der Westschweiz zugenommen, doch ihre Verbreitung ist nach wie vor begrenzt, was zum Teil daran liegt, dass moderne Systeme anspruchsvoll in der Planung, Umsetzung und Pflege sind.


Begleitung und Forschung
Das Projekt steht landwirtschaftlichen Betrieben aus Genf (GE), dem Jura und dem Berner Jura (JU/JB), Neuenburg (NE) und Waadt (VD) offen, die nach den Richtlinien der Ökologischen Leistungsanrechnung (ÖLN) oder nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus arbeiten. Ziel ist es, dass 140 Betriebe auf weiteren 280 Hektar ein Agroforstsystem einrichten, ohne dass dies zu einem Rückgang des landwirtschaftlichen Einkommens führt.
Während der achtjährigen Projektlaufzeit wird auf allen teilnehmenden Betrieben eine wissenschaftliche Begleitung durchgeführt. Das Team bewertet die Bodenqualität, die biologische Aktivität der Böden, Vögel, Bestäuber und Schwebfliegen, den Unkrautdruck, die Eignung der Lebensräume sowie die Kohlenstoffspeicherung und vergleicht dabei, soweit möglich, die Agroforstflächen mit dem Rest des Betriebs.
— Visueller Vergleich
Vor und nach der Pflanzung
Ziehen Sie den Regler und vergleichen Sie dieselbe Fläche zum Zeitpunkt der Pflanzungund einige Jahre später.


